Franziska Nast

Infotext X Work

»MO bis FR«

Monika Michalko & Franziska Nast
01.–08. Mai 2026
hinterconti e.V., Hamburg Balduinstraße 24, Hamburg St. Pauli
kuratiert von Veronica Gabel

Eröffnung
Freitag, 1. Mai 2026 ab 18:30 Uhr
Ab 22:00 Uhr Party mit DJ Golden Thunder

Artist Talk
Sonntag, 3. Mai 2026 um 17:00 Uhr
Moderiert von Nora Sdun

Special Feature
Room-Sound-Cutting komponiert & produziert von Nick McCarthy

Gefördert durch die Freie und Hansestadt Hamburg, Behörde für Kultur und Medien

Mit »MO bis FR« verwandeln Monika Michalko und Franziska Nast am 1. Mai 2026 das Hinterconti Hamburg in eine begehbare Gesamtcollage. Aus ihren unterschiedlichen Bild- und Materialwelten entsteht ein gemeinsames, raumgreifendes Durcheinander aus Zeichnung, Malerei, Textilien, Objekten, Text und Film. Riesige Collagen überziehen die Wände, Schicht um Schicht, Bild über Bild, alles schiebt sich ineinander, wächst weiter und nimmt den Raum in Beschlag. Auf dem Boden breitet sich eine monumentale Schwarz-Weiß-Collage aus, die die beiden gemeinsam seit Monaten gemeinsam entwickeln. Du wirst hinein gesoooogen und Teil der Zeichnung.

Michalkos farbintensive, fantasievolle Bildwelten treffen auf Nasts experimentelles Schwarz-Weiß-Universum. Ornament trifft Körper, Linie trifft Farbe, Fundstück trifft fantasy. Beide interessieren sich für Bilder und Geschichten, für Identitäten und Verwandlungen, für das Verhältnis von Körper, Raum und Umgebung, für Pop- und Subkultur und die schrägen Verbindungen, die sich zwischen scheinbar unvereinbaren Dingen auftun. Inframince, Handschriften, dies das, eigenwillig, Dialog. Geschichtet, verschoben, überzeichnet und neu zusammengesetzt.

Magic connection! Freundschaft als künstlerische Praxis, Vertrauen als Werkzeug, Zufall als Komplize. Was passiert, wenn zwei unterschiedliche Arbeitsweisen aufeinandertreffen, sich gegenseitig anstacheln und gemeinsam ins Unbekannte stolpern? Aus dem Keller dringt eine von Nick McCarthy komponierte und produzierte Soundcollage nach oben, die ausschließlich aus den Vornamen der beiden Künstlerinnen besteht: Monika, Franziska, Franziska, Monika. Namen werden zu Klang, Sprache zu Rhythmus, Wiederholung zu Musik. Die Stimmen zerlegen die Namen, setzen sie neu zusammen, lassen sie stolpern, kreisen und ineinanderfließen. Ein dadaistisches Namensspiel, das Identität zugleich behauptet und auflöst. Aus dem Persönlichen wird etwas Gemeinsames, aus zwei Namen ein Klangkörper, der sich durch die Räume zieht und mit den Bildern, Linien und Schichten der Installation verschränkt. Untermalt ist der Sound von ineinandergeschnittenen Videosegmenten einzelner Arbeiten beider Künstlerinnen.
Alles hängt zusammen, alles schwingt mit. »MO bis FR« ist ein offenes Labor, eine begehbare Zeichnung, gemeinsamer Gedankenstrom. Kein Anfang, kein Ende, keine Gebrauchsanweisung.

Fotos: Jan Michalko